Unser DIY-Projekt und die Weihnachtsfeier: Ein Blick hinter die Kulissen bei NSG
Geschätzte Lesezeit: ca. 8 Minuten
Nicht jedes Video auf dem NSG-Kanal dreht sich um Google Ads, SEO oder KI-Strategien. Im vierunddreißigsten Interview lassen Denise und Zac die Zuschauerinnen und Zuschauer stattdessen an einem ganz anderen, sehr persönlichen Moment teilhaben: dem gemeinsamen Bau einer eigenen Pflanzenwand als neuem Videohintergrund und der anschließenden Weihnachtsfeier des Teams.
Auf den ersten Blick wirkt dieses Video wie eine reine Unterhaltungseinlage abseits der sonstigen Fachthemen. Bei genauerem Hinsehen steckt darin jedoch einiges an Substanz zu Unternehmenskultur, Teamzusammenhalt und durchdachter Eventplanung, das auch für andere Unternehmen lehrreich sein kann. Der folgende Beitrag ordnet die im Interview geschilderten Erlebnisse ein und beleuchtet, warum solche Projekte für ein Team mehr bedeuten können als reine Freizeitgestaltung.
Inhaltsverzeichnis
- Das DIY-Projekt: Eine eigene Pflanzenwand mit Videohintergrund
- Warum ein gemeinsames Bauprojekt mehr ist als nur ein neues Bürodetail
- Die Weihnachtsfeier: Sorgfältige Planung für maximale Inklusion
- Warum für jeden ist was dabei schwieriger ist, als es klingt
- Ernährungsvielfalt als Ausdruck von Wertschätzung
- Homeoffice und der Wert persönlicher Begegnung
- Warum Face-to-Face-Zeit im hybriden Arbeitsalltag besonders wertvoll ist
- Der entspannte Ausklang: Warum informelle Momente zählen
- Zusammenhang zu Denises Recruiting-Philosophie: Warum der Fit zählt
- Warum solche Videos auch nach außen wirken
- Warum das Gefühl der Zugehörigkeit die Zusammenarbeit verbessert
- Was Unternehmen aus diesem Beispiel für die eigene Teamkultur lernen können
- Praxistipps für inklusive und wirkungsvolle Teamevents
- Fazit
Das DIY-Projekt: Eine eigene Pflanzenwand mit Videohintergrund
Denise berichtet, dass sich mehrere Mitarbeitende, die Lust auf das Projekt hatten, zusammengefunden haben, um gemeinsam von Anfang bis Ende eine eigene Pflanzenwand zu bauen. Jedes einzelne Teil wurde dabei selbst geplant, gekauft und organisiert. Entstanden ist ein dauerhaft grüner Videohintergrund, der inzwischen sogar ein kleines Upgrade mit dem eigenen Firmenlogo erhalten hat.
Diese Beschreibung zeigt ein Projekt, das gleich mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt: Es entsteht ein praktisch nutzbares Arbeitsmittel für die Videoproduktion, gleichzeitig wird jedoch der gesamte Entstehungsprozess bewusst als gemeinsames Teamerlebnis gestaltet, statt die Beschaffung einfach extern zu beauftragen.
Warum ein gemeinsames Bauprojekt mehr ist als nur ein neues Bürodetail
Aus Sicht der Teamentwicklung ist ein gemeinsames, handwerklich geprägtes Projekt wie der Bau einer Pflanzenwand aus mehreren Gründen wertvoll. Anders als bei rein digitaler Zusammenarbeit entsteht bei einem physischen Bauprojekt ein greifbares, gemeinsam geschaffenes Ergebnis, das im Arbeitsalltag dauerhaft sichtbar bleibt. Jedes Mal, wenn dieser Hintergrund später für ein Video genutzt wird, erinnert er die Beteiligten an den gemeinsam verbrachten Tag.
Zudem unterscheidet sich die Zusammenarbeit an einem handwerklichen Projekt spürbar von der alltäglichen Bürotätigkeit: Planung, Beschaffung und praktische Umsetzung erfordern eine andere Art der Abstimmung und bringen Menschen zusammen, die im normalen Arbeitsalltag möglicherweise seltener direkt zusammenarbeiten. Solche bereichsübergreifenden, informellen Projekte können deshalb auch dazu beitragen, dass sich Kolleginnen und Kollegen über die Grenzen ihrer üblichen Zusammenarbeit hinweg besser kennenlernen.
Die Weihnachtsfeier: Sorgfältige Planung für maximale Inklusion
Im Anschluss an den Bautag fand die Weihnachtsfeier des Teams statt. Zac hebt dabei besonders hervor, wie viel interner Planungsaufwand hinter der Auswahl einer für alle passenden Feier steckt. Sein Hinweis, dass man niemanden ausschließen möchte, indem man ein Format wählt, das nur für einen kleinen Teil der Belegschaft attraktiv ist, verweist auf eine oft unterschätzte Herausforderung bei der Planung von Firmenevents.
Warum für jeden ist was dabei schwieriger ist, als es klingt
Diese Herausforderung ist aus Sicht der Eventplanung durchaus real: Eine Belegschaft besteht in der Regel aus Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben, Lebenssituationen und Bedürfnissen. Eine Feier, die zu einseitig auf eine bestimmte Gruppe zugeschnitten ist, etwa auf besonders sportliche, besonders gesellige oder besonders junge Mitarbeitende, läuft Gefahr, andere Teile der Belegschaft unbeabsichtigt auszuschließen. Zacs Beobachtung, dass in einem solchen Fall im Zweifel ein erheblicher Teil der Belegschaft der Veranstaltung fernbleibt, verdeutlicht, welchen konkreten Effekt eine unpassende Formatwahl haben kann.
Ernährungsvielfalt als Ausdruck von Wertschätzung
Konkret fand die Feier auf dem Berliner Weihnachtsmarkt statt, in einem Themenzelt eines bekannten Fondue-Anbieters. Besonders positiv beschreibt Zac, dass an jedem Tisch verschiedene Fondue-Varianten verfügbar waren, von klassischem Fleisch- und Käsefondue bis hin zu Trüffel-Käsefondue, und dass sowohl vegane Optionen als auch glutenfreie Alternativen individuell berücksichtigt wurden.
Diese Liebe zum Detail bei der Berücksichtigung unterschiedlicher Ernährungsbedürfnisse ist mehr als reine Organisation. Sie signalisiert allen Teilnehmenden, dass ihre individuellen Bedürfnisse tatsächlich wahrgenommen und ernst genommen werden, statt lediglich eine Standardlösung für alle anzubieten. Gerade bei Ernährungsbesonderheiten, die sonst im Arbeitsalltag selten thematisiert werden, kann eine solche individuelle Berücksichtigung bei einer Firmenfeier ein starkes, oft unterschätztes Signal der Wertschätzung senden.
| Kurz erklärt: Inklusive Eventplanung • Unterschiedliche Vorlieben und Lebenssituationen der Belegschaft berücksichtigen • Ernährungsbedürfnisse wie vegan oder glutenfrei von Anfang an mitdenken • Formate vermeiden, die nur eine kleine Gruppe der Belegschaft anspricht |
Homeoffice und der Wert persönlicher Begegnung
Ein besonders persönlicher Moment im Interview ist Zacs Reflexion über den Wert des persönlichen Wiedersehens mit Kolleginnen und Kollegen. Er beschreibt, dass es durch Homeoffice-Regelungen nicht selbstverständlich ist, alle Kolleginnen und Kollegen regelmäßig persönlich zu sehen, und dass man in einem solchen Moment merkt, wie sehr man die anderen tatsächlich vermisst hat.
Warum Face-to-Face-Zeit im hybriden Arbeitsalltag besonders wertvoll ist
Diese Beobachtung spiegelt eine Herausforderung wider, die viele Unternehmen mit hybriden oder remote-geprägten Arbeitsmodellen kennen: Digitale Zusammenarbeit ermöglicht zwar effiziente Abstimmung, ersetzt jedoch nur eingeschränkt die informellen, beiläufigen Begegnungen, die in einem klassischen Büroalltag automatisch entstehen, etwa auf dem Flur oder in der Küche. Persönliche Begegnungen tragen erheblich zum Gefühl der Zugehörigkeit und zur emotionalen Bindung an ein Team bei, ein Effekt, der sich durch rein digitale Kommunikation nur schwer vollständig kompensieren lässt.
Gerade weil solche Begegnungen im hybriden Arbeitsalltag seltener geworden sind, gewinnen bewusst geplante gemeinsame Präsenztage wie ein Bauprojekt oder eine Weihnachtsfeier an zusätzlicher emotionaler Bedeutung. Sie werden gewissermaßen zu konzentrierten Gelegenheiten, um Beziehungen zu pflegen, die im digitalen Alltag sonst eher beiläufig entstehen würden.
Der entspannte Ausklang: Warum informelle Momente zählen
Nach dem gemeinsamen Fondue-Essen zog das Team weiter in eine Bar, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Diese informelle Fortsetzung des Abends, ohne festes Programm, ermöglicht eine andere Art des Austauschs als der eigentliche, organisierte Teil der Feier. Denise beschreibt, dass sie nach solchen Tagen mit einem großen Grinsen nach Hause geht, weil das gemeinsame Zusammensein ihr sichtlich guttut.
Diese abschließende, unstrukturierte Phase eines Firmenevents wird in der Praxis häufig unterschätzt, obwohl gerade sie oft den persönlichsten und informellsten Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen ermöglicht. Ohne Tischordnung oder festes Programm entstehen hier häufig genau jene lockeren Gespräche, die das Gefühl von Zusammengehörigkeit über den offiziellen Rahmen einer Feier hinaus vertiefen.
Zusammenhang zu Denises Recruiting-Philosophie: Warum der Fit zählt
Ein besonders interessanter Punkt im Gespräch ist Zacs Verweis auf Denises bereits an anderer Stelle beschriebene Sorgfalt bei der Personalauswahl. Er beschreibt, dass Denise ein sehr gutes Gespür dafür habe, wer menschlich zum bestehenden Team passt, und dass genau deshalb die Zusammenarbeit im Team so gut funktioniere. Das Gefühl, zu einer Feier zu gehen, bei der man sich mit den Kolleginnen und Kollegen tatsächlich versteht, beschreibt er als deutlich positiver als eine Verpflichtung, der man sich eher widerwillig stellt.
Diese Beobachtung schließt inhaltlich an die bereits an anderer Stelle beschriebene Recruiting-Philosophie an, bei der Persönlichkeit und kultureller Fit bewusst vor reine fachliche Vorerfahrung gestellt werden. Zacs Rückmeldung zeigt, wie sich eine sorgfältige, auf Persönlichkeit fokussierte Personalauswahl langfristig auf die tatsächliche Stimmung und den Zusammenhalt im Team auswirken kann: Wenn Menschen mit ähnlichen grundlegenden Werten und einer guten menschlichen Passung zusammenarbeiten, wird auch ein gemeinsames Firmenevent eher als Bereicherung denn als lästige Pflichtveranstaltung wahrgenommen.
Warum solche Videos auch nach außen wirken
Über die reine interne Wirkung hinaus lohnt sich ein Blick darauf, warum NSG solche Einblicke bewusst auch öffentlich über den eigenen YouTube-Kanal teilt. Ein Video über den gemeinsamen Bau einer Pflanzenwand oder die Weihnachtsfeier des Teams richtet sich nicht in erster Linie an bestehende Kundinnen und Kunden, sondern spricht eine andere wichtige Zielgruppe an: potenzielle zukünftige Mitarbeitende. Dieser Effekt wird häufig als Employer Branding bezeichnet, also der gezielte Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke, die über die reine Produkt- oder Dienstleistungskommunikation hinausgeht.
Für Menschen, die sich für eine Bewerbung bei einem Unternehmen interessieren, sind genau solche authentischen, unaufgeregten Einblicke in den tatsächlichen Arbeitsalltag oft aussagekräftiger als jede formale Stellenbeschreibung. Ein Video, das zeigt, wie ein Team gemeinsam ein handwerkliches Projekt umsetzt oder eine Weihnachtsfeier mit sichtbarer Freude verbringt, vermittelt implizit Informationen über Unternehmenskultur, Zusammenhalt und Arbeitsatmosphäre, die sich in klassischen Bewerbungsunterlagen kaum in vergleichbarer Weise transportieren lassen. Diese Form der Content-Strategie ergänzt die an anderer Stelle beschriebene, sorgfältige Personalauswahl sinnvoll: Wer sich aufgrund eines solchen Videos bewirbt, bringt möglicherweise bereits eine realistischere Erwartungshaltung an die tatsächliche Unternehmenskultur mit, was den späteren Auswahlprozess für beide Seiten erleichtern kann.
Warum das Gefühl der Zugehörigkeit die Zusammenarbeit verbessert
Zacs Beschreibung, dass er sich mit den Kolleginnen und Kollegen tatsächlich versteht und sich deshalb auf gemeinsame Veranstaltungen freut, statt sie als Pflicht zu empfinden, lässt sich mit einem in der Organisationspsychologie gut untersuchten Konzept verknüpfen: der psychologischen Sicherheit innerhalb eines Teams. Damit ist das Gefühl gemeint, sich innerhalb einer Gruppe offen äußern und authentisch zeigen zu können, ohne negative soziale Konsequenzen befürchten zu müssen.
Teams, in denen ein hohes Maß an psychologischer Sicherheit herrscht, profitieren nachweislich nicht nur von einem angenehmeren Arbeitsklima, sondern auch von konkreten Effekten auf die Zusammenarbeit selbst: Mitarbeitende äußern eher Bedenken, teilen ungewöhnliche Ideen offener und trauen sich eher, Fehler frühzeitig anzusprechen, statt sie zu verschweigen. Informelle, von echtem Zusammengehörigkeitsgefühl geprägte Momente wie ein gemeinsamer Bautag oder eine entspannte Weihnachtsfeier tragen dazu bei, genau diese Form von psychologischer Sicherheit im Team aufzubauen und zu festigen, auch wenn der unmittelbare Anlass zunächst rein sozialer Natur ist.
Was Unternehmen aus diesem Beispiel für die eigene Teamkultur lernen können
Aus dem im Interview beschriebenen Beispiel lassen sich mehrere übertragbare Prinzipien für die eigene Teamkultur ableiten: Gemeinsame, handwerklich geprägte Projekte können über den reinen praktischen Nutzen hinaus wertvolle Teamerlebnisse schaffen. Firmenfeiern sollten bewusst so geplant werden, dass sie möglichst viele unterschiedliche Bedürfnisse innerhalb der Belegschaft berücksichtigen, statt sich an einer vermeintlichen Mehrheitspräferenz zu orientieren. Und gerade in hybriden Arbeitsumgebungen gewinnen bewusst geschaffene Gelegenheiten für persönliche Begegnung zusätzlich an Bedeutung.
Praxistipps für inklusive und wirkungsvolle Teamevents
| Praxistipps auf einen Blick • Unterschiedliche Vorlieben und Lebenssituationen der Belegschaft aktiv berücksichtigen • Individuelle Ernährungsbedürfnisse von Anfang an mitdenken • Gemeinsame, handwerkliche oder kreative Projekte als Ergänzung zu Feiern nutzen • In hybriden Arbeitsumgebungen bewusst Gelegenheiten für persönliche Begegnung schaffen • Nach dem offiziellen Programm Raum für informellen Austausch lassen |
Fazit
Das Gespräch zwischen Denise und Zac zeigt, dass hinter einem auf den ersten Blick rein unterhaltsamen Video über eine selbst gebaute Pflanzenwand und eine Weihnachtsfeier durchaus substanzielle Erkenntnisse zur Unternehmenskultur stecken. Sorgfältige, inklusive Eventplanung, bewusst geschaffene Gelegenheiten für persönliche Begegnung im hybriden Arbeitsalltag und eine auf menschlichen Fit ausgerichtete Personalauswahl greifen ineinander und tragen gemeinsam dazu bei, dass sich ein Team tatsächlich als zusammengehörig erlebt. Für andere Unternehmen liefert dieses Beispiel eine einfache, aber wirkungsvolle Erkenntnis: Investitionen in Teamkultur zahlen sich nicht nur in Form von Stimmungsbildern in einem Video aus, sondern in einem Arbeitsklima, das Mitarbeitende tatsächlich schätzen. Wer solche Momente bewusst plant und dokumentiert, gewinnt gleich doppelt: eine gestärkte interne Teamkultur und eine authentische Außendarstellung, die weit überzeugender wirkt als jede formulierte Unternehmenswerbung.
Schaut euch das ganze Video an
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum teilt NSG auch nicht-fachliche Einblicke wie Teamevents?
Solche Videos wirken als authentisches Employer Branding und vermitteln potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern einen realistischen Eindruck der Unternehmenskultur.
Warum ist die Planung inklusiver Firmenfeiern anspruchsvoll?
Weil eine Belegschaft aus Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben und Bedürfnissen besteht und ein zu einseitiges Format Teile der Belegschaft unbeabsichtigt ausschließen kann.
Warum ist persönliche Begegnung im Homeoffice-Zeitalter besonders wichtig?
Weil digitale Zusammenarbeit informelle, beiläufige Begegnungen nur eingeschränkt ersetzen kann, die für Zugehörigkeitsgefühl und Teambindung wichtig sind.
Was hat kultureller Fit mit der Stimmung bei Firmenfeiern zu tun?
Wenn die Personalauswahl bewusst auf menschliche Passung achtet, werden gemeinsame Veranstaltungen eher als Bereicherung statt als Pflicht wahrgenommen.
Was ist psychologische Sicherheit im Team?
Das Gefühl, sich innerhalb einer Gruppe offen äußern und authentisch zeigen zu können, ohne negative soziale Konsequenzen befürchten zu müssen.

