NSG, SEA

Kontaktaufnahme mit einer Online-Marketing-Agentur: Der erste Schritt einfach erklärt

Geschätzte Lesezeit: ca. 8 Minuten

Der erste Kontakt zu einer Agentur ist für viele Unternehmen mit einer gewissen Unsicherheit verbunden: Wie läuft das eigentlich ab, was wird von mir erwartet, und wie viel Zeit muss ich einplanen? Im dreizehnten Interview des NSG-Kanals nehmen Juliana und ihr Kollege Zac, der im Bereich Terminierung tätig ist, genau diesen ersten Schritt unter die Lupe und erklären, wie unkompliziert und unverbindlich eine erste Kontaktaufnahme tatsächlich sein kann.

Ihr Gespräch liefert praxisnahe Antworten auf typische Fragen, die potenzielle Kundinnen und Kunden vor dem Erstkontakt beschäftigen. Der folgende Beitrag ordnet diese Informationen fachlich ein und ergänzt sie um Hintergrundwissen zu vertrauensbildenden Erstkontaktprozessen, Datenschutz in Beratungsgesprächen und den Erwartungen, die Unternehmen realistischerweise an die ersten Schritte einer Agenturzusammenarbeit stellen sollten.

Schaut euch das ganze Interview im Video an

Inhaltsverzeichnis

  • Warum der erste Kontakt oft mehr Unsicherheit auslöst als nötig
  • Die einfachsten Wege der Kontaktaufnahme
  • Warum die Website meist der beste Startpunkt ist
  • Der Analysetermin: Was nach dem Erstkontakt passiert
  • Alles kann, nichts muss: Warum Unverbindlichkeit für beide Seiten wichtig ist
  • Psychologische Hemmschwellen beim ersten Kontakt abbauen
  • Die häufigste Frage: Braucht die Agentur Zugriff auf mein Konto?
  • Datenschutz und Vertraulichkeit: Die Rolle von NDAs
  • Wie viel Zeit sollte man einplanen?
  • Warum eine Agentur mehr als nur einen Kanal abdecken sollte
  • Was Unternehmen aus diesem Prozess lernen können
  • Typische Fehler beim ersten Kontakt mit einer Agentur
  • Praxistipps für den ersten Kontakt mit einer Agentur
  • Fazit

Warum der erste Kontakt oft mehr Unsicherheit auslöst als nötig

Wer sich noch nie mit einer Marketingagentur ausgetauscht hat, verbindet den ersten Schritt häufig mit unklaren Erwartungen: Muss ich mich schon festlegen? Werden mir sofort vertrauliche Informationen abverlangt? Entsteht durch die Kontaktaufnahme bereits eine Verpflichtung? Diese Unsicherheiten sind aus psychologischer Sicht gut nachvollziehbar, da der erste Kontakt zu einem unbekannten Dienstleister immer mit einem gewissen Grad an wahrgenommenem Risiko verbunden ist. Genau deshalb lohnt es sich für Agenturen, diesen ersten Schritt so transparent und niedrigschwellig wie möglich zu gestalten, wie es im Interview beschrieben wird.

Die einfachsten Wege der Kontaktaufnahme

Zac beschreibt, dass es bei NSG mehrere gleichwertige Wege gibt, um einen ersten Kontakt herzustellen: über das Kontaktformular auf der Website, über Social-Media-Kanäle wie Instagram oder auch über Plattformen wie Kleinanzeigen. Diese Vielfalt an Kontaktwegen ist kein Zufall, sondern spiegelt wider, wie unterschiedlich potenzielle Kundinnen und Kunden heute auf Unternehmen aufmerksam werden. Manche stoßen über gezielte Suche auf eine Website, andere über organischen oder bezahlten Social-Media-Content, wieder andere über Kleinanzeigenportale, die inzwischen auch für B2B-Dienstleistungen an Bedeutung gewonnen haben.

Für Unternehmen, die eine Agentur kontaktieren möchten, ist diese Vielfalt eine gute Nachricht: Es gibt in der Regel keinen einzig richtigen Weg, sondern schlicht den Kanal, über den man selbst am ehesten mit einem Anbieter in Berührung kommt.

Warum die Website meist der beste Startpunkt ist

Zac empfiehlt dennoch, in der Regel den Weg über die Website zu wählen, da dort sofort weiterführende Informationen über das Unternehmen und die Agentur als Ganzes verfügbar sind. Diese Empfehlung lässt sich fachlich gut begründen: Eine gut gepflegte Unternehmenswebsite bündelt in der Regel Leistungsspektrum, Referenzen, Teaminformationen und Kontaktmöglichkeiten an einem zentralen Ort, während Social-Media-Kanäle oder Kleinanzeigenportale meist nur einen begrenzten Ausschnitt dieser Informationen zeigen.

Für Unternehmen auf der Suche nach einer Agentur bedeutet das im Umkehrschluss: Wer sich vor dem ersten Gespräch bereits ein möglichst umfassendes Bild machen möchte, ist mit einem Blick auf die Website häufig besser bedient als mit einem kurzen Blick auf ein einzelnes Social-Media-Profil.

Der Analysetermin: Was nach dem Erstkontakt passiert

Nach Eingang einer Anfrage über das Kontaktformular wird diese laut Zac zunächst geprüft, bevor ein sogenannter Analysetermin vereinbart wird. Dabei handelt es sich um ein rund einstündiges Beratungsgespräch mit einer zuständigen Analystin oder einem zuständigen Analysten, in dem gemeinsam die bestehenden Konten durchgesprochen werden: Wo steht das Unternehmen aktuell, welche Ziele werden verfolgt, und wie lässt sich der Weg dorthin realistisch gestalten. Passt am Ende alles für beide Seiten, erhält die interessierte Person ein aufwandsgerechtes Angebot.

Dieser Ablauf entspricht einem strukturierten, mehrstufigen Beratungsprozess, wie er bereits an anderer Stelle im Zusammenhang mit Kundenakquise beschrieben wurde: Statt eines direkten Verkaufsgesprächs steht zunächst eine fundierte, individuelle Bestandsaufnahme im Mittelpunkt. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie bereits vor einer möglichen Zusammenarbeit eine erste, kostenfreie fachliche Einschätzung ihrer aktuellen Situation erhalten, unabhängig davon, ob es später tatsächlich zu einem Vertragsabschluss kommt.

Alles kann, nichts muss: Warum Unverbindlichkeit für beide Seiten wichtig ist

Ein zentraler Satz im Interview lautet: Alles kann, nichts muss. Zac betont ausdrücklich, dass der Analysetermin kostenfrei und unverbindlich ist, da eine Zusammenarbeit für beide Seiten passen muss. Auch die Agentur selbst prüfe im Rahmen des Gesprächs, ob der jeweilige Kunde zu ihr passt, ebenso wie umgekehrt der Kunde entscheiden können muss, ob die Agentur die richtige Wahl ist.

Diese wechselseitige Prüfung ist aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll für beide Parteien. Eine erzwungene oder überstürzte Zusammenarbeit, die von Beginn an nicht zu den tatsächlichen Bedürfnissen oder Kapazitäten passt, führt selten zu zufriedenstellenden Ergebnissen. Zacs Formulierung, dass beide Parteien gemeinsam wachsen sollen, verdeutlicht, dass eine gute Agenturbeziehung im Idealfall eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist, nicht ein reines Auftraggeber-Dienstleister-Verhältnis, bei dem lediglich eine Seite von der Zusammenarbeit profitiert.

Psychologische Hemmschwellen beim ersten Kontakt abbauen

Die im Interview beschriebene Transparenz lässt sich auch aus Sicht der Entscheidungspsychologie einordnen. Jede neue Geschäftsbeziehung ist zu Beginn mit Unsicherheit verbunden, da wichtige Informationen über die Zuverlässigkeit, Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit des Gegenübers zunächst fehlen. Dieses Phänomen wird in der Verhaltensökonomie häufig als Informationsasymmetrie bezeichnet: Die Agentur weiß in der Regel deutlich mehr über die eigene Arbeitsweise als die anfragende Person, die sich zunächst auf öffentlich zugängliche Informationen und den persönlichen Eindruck im Erstgespräch verlassen muss.

Jede Maßnahme, die diese Informationsasymmetrie verringert, etwa eine klare Kommunikation der Unverbindlichkeit, der Verzicht auf sensible Zugangsdaten oder die Bereitschaft, eine Verschwiegenheitserklärung anzubieten, senkt die wahrgenommene Unsicherheit auf Kundenseite spürbar. Genau das erklärt, warum solche vermeintlich kleinen organisatorischen Details, wie sie im Interview beschrieben werden, tatsächlich einen erheblichen Einfluss darauf haben, ob sich jemand überhaupt zu einer ersten Kontaktaufnahme entschließt.

Die häufigste Frage: Braucht die Agentur Zugriff auf mein Konto?

Eine der am häufigsten gestellten Fragen betrifft laut Zac den Zugriff auf das eigene Google-Ads-Konto. Er stellt klar, dass Passwörter oder vergleichbare Zugangsdaten grundsätzlich niemals weitergegeben werden sollten, auch nicht an die Agentur selbst. Stattdessen erfolgt die gemeinsame Sichtung der Konten über eine Bildschirmübertragung, etwa via Teams, Zoom oder Google Meet, bei der sich die interessierte Person selbst in ihr eigenes Konto einloggt und den Bildschirm für das gemeinsame Gespräch freigibt.

Dieses Vorgehen ist aus Sicht von Datensicherheit und Kontoschutz vorbildlich und deckt sich mit grundlegenden Prinzipien sicherer Kontoverwaltung: Zugangsdaten sollten grundsätzlich nicht über unsichere Kanäle wie E-Mail oder Chat geteilt werden, unabhängig davon, wie vertrauenswürdig der Empfänger erscheint. Eine gemeinsame Bildschirmansicht ermöglicht dieselbe inhaltliche Tiefe der Beratung, ohne dass sensible Zugangsdaten das eigene Unternehmen überhaupt verlassen müssen.

Kurz erklärt: Sichere Kontenanalyse • Zugangsdaten wie Passwörter niemals weitergeben, auch nicht an die Agentur • Gemeinsame Bildschirmfreigabe via Teams, Zoom oder Google Meet als sichere Alternative • Der Kontoinhaber loggt sich selbst ein und behält die volle Kontrolle

Datenschutz und Vertraulichkeit: Die Rolle von NDAs

Über die reine Zugriffsfrage hinaus geht Zac auf den Umgang mit weiteren, im Gespräch besprochenen Informationen ein. Er betont, dass alle im Rahmen der Analyse besprochenen Daten vertraulich behandelt werden und optional bereits im Vorfeld eine Verschwiegenheitserklärung, ein sogenanntes NDA, aufgesetzt werden kann.

Ein NDA, ausgeschrieben Non-Disclosure Agreement, ist ein rechtlich bindendes Dokument, das beide Parteien zur Vertraulichkeit hinsichtlich der ausgetauschten Informationen verpflichtet. Gerade bei sensiblen Geschäftszahlen, internen Prozessen oder strategischen Plänen, die im Rahmen einer Kontenanalyse häufig zur Sprache kommen, bietet ein NDA zusätzliche rechtliche Sicherheit über die grundsätzliche Vertraulichkeitszusage hinaus. Für Unternehmen, die besonders sensible Informationen teilen müssen, lohnt es sich, aktiv nachzufragen, ob eine Agentur ein solches Dokument anbietet, auch wenn es im Einzelfall nicht immer zwingend erforderlich ist.

Wie viel Zeit sollte man einplanen?

Auf die Frage nach dem zeitlichen Ablauf beschreibt Zac, dass die eigentliche Analyse in der Regel rund eine Stunde dauert, abhängig vom Umfang des jeweiligen Kontos und den besprochenen Themen. Da NSG neben Google Ads auch Microsoft Ads, WordPress, SEO und mittlerweile auch Videoschnitt anbietet, kann sich das Gespräch je nach Bedarf entsprechend erweitern. Im Anschluss an ein positives Analysegespräch folgt in der Regel ein Kickoff-Gespräch, das ebenfalls etwa eine Stunde in Anspruch nimmt, bevor die eigentliche Zusammenarbeit so schnell wie möglich startet.

Diese vergleichsweise kompakte Zeitspanne von insgesamt rund zwei Stunden bis zum Beginn einer Zusammenarbeit ist bemerkenswert kurz im Vergleich zu deutlich längeren, teils mehrmonatigen Entscheidungsprozessen, wie sie in anderen Zusammenhängen des B2B-Vertriebs beschrieben wurden. Für Unternehmen, die zügig mit einer neuen Kampagne oder Optimierung starten möchten, ist dieser strukturierte, planbare Ablauf ein praktischer Vorteil, sofern die eigene Passung mit der Agentur im Analysegespräch bereits geklärt werden konnte.

Warum eine Agentur mehr als nur einen Kanal abdecken sollte

Ein Nebenaspekt, der im Interview anklingt, aber fachlich relevant ist, betrifft die Bandbreite der angebotenen Leistungen. Zac erwähnt, dass NSG nicht nur Google Ads, sondern auch Microsoft Ads, WordPress-Betreuung, SEO und Videoschnitt abdeckt. Diese Breite ermöglicht es, bereits im ersten Analysegespräch über den ursprünglich angefragten Kanal hinauszudenken, falls sich im Gespräch weiterer Bedarf oder ergänzende Chancen zeigen.

Für Unternehmen auf der Suche nach einer Agentur ist diese Breite ein Kriterium, das sich gut mit den in früheren Gesprächen beschriebenen Full-Funnel-Überlegungen verbinden lässt: Eine Agentur, die mehrere zusammenhängende Leistungsbereiche abdeckt, kann Wechselwirkungen zwischen Kanälen leichter erkennen und potenziell mit weniger Koordinationsaufwand eine stimmige Gesamtstrategie entwickeln, als wenn für jeden Kanal ein separater Anbieter beauftragt werden müsste.

Was Unternehmen aus diesem Prozess lernen können

Der im Interview beschriebene Erstkontaktprozess liefert Unternehmen mehrere praktische Erkenntnisse für die eigene Anbietersuche: Ein niedrigschwelliger, unverbindlicher erster Kontakt ohne sofortige Verpflichtung ist ein positives Zeichen für eine seriöse Agentur. Ebenso positiv zu werten ist, wenn eine Agentur von sich aus klarstellt, dass keine Zugangsdaten weitergegeben werden müssen, und aktiv Vertraulichkeit zusichert, gegebenenfalls sogar in schriftlicher Form über ein NDA.

Typische Fehler beim ersten Kontakt mit einer Agentur

  • Zugangsdaten wie Passwörter werden per E-Mail weitergegeben, statt eine sichere Bildschirmfreigabe zu nutzen
  • Es wird angenommen, dass die Kontaktaufnahme bereits eine Verpflichtung zur Zusammenarbeit darstellt
  • Fragen zu Vertraulichkeit und Datenschutz werden im Vorfeld nicht gestellt
  • Der erste Kontakt erfolgt ausschließlich über einen einzelnen Kanal, ohne Alternativen zu prüfen
  • Der zeitliche Rahmen bis zum möglichen Start der Zusammenarbeit wird nicht erfragt

Praxistipps für den ersten Kontakt mit einer Agentur

Praxistipps auf einen Blick • Den Kontaktweg mit den wenigsten Hürden wählen, meist die Unternehmenswebsite • Aktiv nach dem Umgang mit Zugriffsrechten fragen und auf sichere Alternativen bestehen • Bei sensiblen Daten gezielt nach einer Verschwiegenheitserklärung fragen • Sich vor dem Erstgespräch über den zeitlichen Rahmen informieren • Das Analysegespräch aktiv nutzen, auch über den angefragten Kanal hinaus

Fazit

Das Gespräch zwischen Juliana und Zac zeigt, dass die erste Kontaktaufnahme mit einer Online-Marketing-Agentur deutlich unkomplizierter ablaufen kann, als viele potenzielle Kundinnen und Kunden vielleicht erwarten. Mehrere gleichwertige Kontaktwege, ein kostenfreies und unverbindliches Analysegespräch, klare Aussagen zu Datensicherheit und Vertraulichkeit sowie ein überschaubarer zeitlicher Rahmen bis zum möglichen Start der Zusammenarbeit senken die Hemmschwelle für den ersten Schritt erheblich. Für Unternehmen, die noch zögern, eine Agentur zu kontaktieren, liefert dieser Einblick eine klare Botschaft: Der erste Kontakt verpflichtet zu nichts, eröffnet aber die Möglichkeit, die eigene Situation kostenfrei und fachkundig einschätzen zu lassen. Wer diese Gelegenheit nutzt und dabei gezielt auf die im Interview beschriebenen Kriterien achtet, kann bereits im ersten Gespräch gut einschätzen, ob eine Agentur zur eigenen Situation passt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie kann ich am schnellsten Kontakt mit einer Online-Marketing-Agentur aufnehmen?

In der Regel über das Kontaktformular auf der Unternehmenswebsite, da dort meist auch alle weiteren Informationen zur Agentur gebündelt zu finden sind.

Muss ich einer Agentur mein Passwort geben, damit sie mein Konto analysieren kann?

Nein. Eine seriöse Analyse erfolgt über eine gemeinsame Bildschirmfreigabe, bei der man sich selbst in sein Konto einloggt, ohne Zugangsdaten weiterzugeben.

Ist ein erstes Beratungsgespräch mit einer Agentur kostenpflichtig?

Bei NSG ist der erste Analysetermin kostenfrei und unverbindlich. Ob das bei anderen Anbietern ebenso ist, sollte man vorab gezielt erfragen.

Was ist ein NDA und wann ist es sinnvoll?

Ein NDA ist eine Verschwiegenheitserklärung, die beide Parteien rechtlich zur Vertraulichkeit verpflichtet. Es ist besonders bei besonders sensiblen Geschäftsdaten sinnvoll und kann vor einem Beratungsgespräch aufgesetzt werden.

Wie lange dauert es von der ersten Anfrage bis zum Start der Zusammenarbeit?

Die Analyse dauert meist rund eine Stunde, ein anschließendes Kickoff-Gespräch ebenfalls etwa eine Stunde. Danach kann die Zusammenarbeit in der Regel zügig beginnen.

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